Besuch einer französischen Legende: La Cantine in Toulouse

La Cantine ist eine Institution für Coworking in Frankreich. Es war das erste Coworking Space des Landes (in Paris gegründet) und gehört auch weltweit zu den ersten Orten, die diese neue Form des Arbeitens geprägt hat. Wir besuchten den südlichsten Ableger in Frankreich: La Cantine Toulouse.

Das Space beeindruckt durch seine Größe und moderne Einrichtung. Alles hier ist dem Gedanken der Zusammenarbeit verpflichtet. Anders als zum Beispiel im Betahaus und dem MOB in Barcelona, sind die Möbel wesentlich funktionaler und nicht Ausdruck einer weiteren Philosophie. Hier geht es nur ums Coworking. Und um die Community, die hier genügend Platz und einen vollen Veranstaltungskalender vorfindet.

In der Lobby steht ein Tresen, in der sich im Laufe des Tages das ganze Coworking Space mindestens einmal getroffen hat. In den höheren Etagen des Hauses sitzen Teams und Startups, während wir Tagesbesucher vor allem im Erdgeschoss arbeiteten. Der halbe Tag kostet fünf Euro, ein ganzer Tag Coworking in La Cantine gibt es für 10 Euro. Bezahlt werden kann selbstverständlich auch in Bitcoins.

Obwohl La Cantine sich seit der Gründung vor allem an ein internationales Publikum richtet, ist die Arbeitssprache hier Französisch. Englisch wird nur teilweise, dafür aber sehr bemüht gesprochen. Das ist allerdings fast schon typisch für Frankreich und war auf unseren Stationen in Dresden und Leipzig nicht anders, trotzdem aber ein auffälliger Unterschied im Vergleich zu Barcelona.

Die engagierten Mitarbeiter und die Arbeitsatmosphäre, in der wir trotz der hohen Temperaturen an dem Tag sehr produktiv arbeiten konnten, gefielen uns sehr gut. Durch seine Nähe zum Bahnhof und dem Zentrum der Stadt, liegt La Cantine auch hervorragend und sollte beim nächsten Trip nach Toulouse unbedingt besucht werden.

Unser Geheimtipp: Ungefähr zehn Fußminuten südlich von La Cantine liegen die beiden Parks Jardin des Plantes und Jardin Royal, unsere liebsten Orte in der allgemein sehr schönen Stadt.