Im Villenviertel: CoFab Dresden

Vorbei an Villen, schönen Baumalleen und einem einladenen Park, kommt man zum Coworking Space CoFab im Dresdner Stadtteil Striesen. Das Hinterhaus, in dem sich das CoFab befindet, erinnert an den alten Glanz dieses Viertels. Das CoFab selbst steht dem in nichts nach, ist aber wesentlich moderner eingerichtet. Schickes Holzparkett, gläserne Wände und viel Platz sind charakteristisch für das CoFab.

Zur linken und rechten Seite des Flurs befinden sich die Büros, der Konferenzraum und die Küche. Trotz der Urlaubszeit in Deutschland ist das Coworking Space gut besucht. Die meisten sind Dauermieter, Kati und ich sind an dem Tag die einzigen Tagesgäste. Dies ist allerdings in deutschen Coworking Spaces nicht ungewöhnlich. Wie es in anderen Ländern aussieht, versuchen wir unter anderem auf dieser Reise herauszufinden.

Die schicke Einrichtung hat seinen Preis. Die Tagesmiete beträgt 20 Euro, einen kostenlosen Probetag gibt es nicht. Die Woche kostet 80 Euro, der gesamte Monat 250 Euro. Kleinere Gadgets, wie Rollcontainer oder der Konferenzraum, können dazu gebucht werden. Im Vergleich mit dem gemeinnützigen Dresdner Coworking-Verein Cloudsters merkt man, dass Coworking hier in erster Linie ein Geschäft und weniger Philosophie ist. Dementsprechend gut ist auch der Service. Im Eingangsbereich sitzt eine Office-Managerin, die einem schnell weiterhilft. Uns wurde nahezu jeder Wunsch von den Lippen abgelesen.

Das CoFab mit seiner sehr professionellen Arbeitsumgebung ist vielleicht nicht etwas für jeden Coworker. Zwar essen die Coworker zusammen Mittag, einen weiteren Austausch konnten wir aber nicht beobachten. Diese Arbeitsatmosphäre kann ab und zu gut sein, uns fehlte aber die Interaktion und der kreative Austausch untereinander, wie man ihn in anderen Coworking Spaces erleben kann. Ein sehr persönliches Fazit, aber für uns ist das CoFab nicht geeignet.

Unser Geheimtipp: Gleich ums Eck befindet sich der Hermann-Seidel-Park, in der man der Arbeit schnell entrinnen kann, um den Kopf frei zu bekommen.

Coworking an der Elbe: Cloudsters Dresden

Nur wenige Fußminuten von der Elbe entfernt, liegt das Dresdner Coworking Space Cloudsters. Es war die erste Wahl von Kati und mir, denn es liegt im Stadtteil Äußere Neustadt, dem wohl coolsten Teil Dresdens. Hier gibt es viele Cafés und Kneipen, in denen man es sich vor und nach der Arbeit gut gehen lassen kann.

Das Coworking Space ist im vierten Stock eines Hinterhaus in der Bautzner Straße. Herzstück ist eine riesige, lichtdurchflutete Halle, in der ungefähr 8-10 Coworker Platz finden. Es gibt auch einzelne Büros zu mieten, die sich an den beiden Enden der Haupthalle befinden, so wie einen Konferenzraum. Das gesamte Mobilar ist beweglich, so dass der Raum für verschiedene Events umgestaltet werden kann.

Cloudsters versteht sich selbst aber nicht nur als ein Raum, in dem gearbeitet werden kann. Viel mehr möchte dieses Coworking Space eine Plattform sein, die die Menschen miteinander vernetzt und die Möglichkeit lokaler Wertschöpfung und gesellschaftlichen Engagements bietet. Cloudsters richtet sich an Freelancer und Startups, aber auch an Studierende und Vereine.

Deshalb ist das bevorzugte Bezahlmodell auch nicht die Miete eines Platzes, sondern die Fördermitgliedschaft im Cloudsters-Verein. Für 20 Euro im Monat können Mitglieder ein- bis zweimal pro Woche im Cloudsters arbeiten. Flexible Arbeitsplätze kosten 99 Euro im Monat, der eigene Tisch 199 Euro. Die Preise für Organisationen variieren.

Freitags kann im Cloudsters kostenlos gearbeitet werden, weshalb Kati und ich sicher ab jetzt unsere Wochenendausflüge nach Dresden schon einen Tag früher starten werden und Freitags noch im Cloudsters arbeiten, bevor wir es uns an der Elbe gut gehen lassen.

Unser Geheimtipp: In der Nähe des Coworking Space liegt das Café “England, England“, in dem wir am liebsten jeden Morgen frühstücken würden.